Hermann Ehlers Stiftung und die Bundeswehr

Die Hermann Ehlers Stiftung verbindet eine besonders enge Zusammenarbeit mit der Bundeswehr. Diese Zusammenarbeit bedingt zweierlei: Anbieter für die Bundeswehr im Bereich politischer Bildung zu sein und gleichzeitig als Dialogplattform für Bundeswehr und Gesellschaft zu fungieren.

Dieser Förderung vom Dialog zwischen Bundeswehr und Gesellschaft sind wir seit über 50 Jahren verpflichtet. In Partnerschaft mit der Bundeswehr arbeitend und dabei eine Plattform für den gesellschaftlichen Austausch bietend.

Geschichte und Ausgangspunkt für die Zusammenarbeit mit der Bundeswehr

Bereits seit ihrer Gründung begriff sich die Hermann Ehlers Stiftung mitsamt ihrer Akademie als fester Partner der Bundeswehr. Diese Perspektive ist nicht ohne die Debatte rund um die Bundeswehr in den 1960er Jahre zu verstehen. In diesem Zeitraum wurde das Verhältnis von Bundeswehr und Gesellschaft herausgefordert. Die unter Verteidigungsminister Kai-Uwe von Hassel durchgeführte innere Konsolidierung der Bundeswehr in den frühen 1960er Jahren hatte sich zum Ende des Jahrzehnts dahin gewandelt, dass das Konzept der „Inneren Führung“ öffentlich durch Teile der Bundeswehr kritisiert.  Gleichzeitig stellte die Generation der 1968er die Bundeswehr lautstark in Frage und die Zahl der Anträge für Kriegsdienstverweigerer schnellten in die Höhe. Die Gefahr eines Auseinanderdriftens von Gesellschaft und Bundeswehr entstand.

Gremien zur Forschung über die Gründe und Begegnungsstrategien gab es nicht. Lediglich in den politischen Akademien in der Bundesrepublik fand das Thema eine ausführliche Auseinandersetzung. So ist es nicht verwunderlich, dass aus einem Brief des damaligen Akademieleiters Jürgen Schilling an den Wehrbeauftragten des Deutschen Bundestages die Ideen für eine erste Fachtagung zur „Bestandsaufnahme“ für das Verhältnis Militär und Sozialwissenschaften entstand.

Gründungsort des Arbeitskreises Militär und Sozialwissenschaften

So gründete sich im Herbst 1971 der  Arbeitskreis Militär und Sozialwissenschaften (AMS) aus dem Amt des Wehrbeauftragten des Deutschen Bundestages heraus.  Ort der Gründung und der ersten Tagung: Die Hermann Ehlers Akademie in Kiel.

Der Arbeitskreis Militär und Sozialwissenschaften e. V. (AMS) ist das überparteilich und organisatorisch unabhängige Informations- und Kommunikationsforum für sozialwissenschaftliche Fragestellungen in Bezug auf Militär und Sicherheitspolitik.

Im Jahr 2021 wurde das Jubiläum des Arbeitskreises mit einer wissenschaftlichen Fachtagung und einer Jubiläumsveranstaltung begonnen.

Sicherheitspolitische Themen im Lauf der Zeit

Jedoch prägte die HES nicht nur als Gründungsort des AMS, sondern auch in den 1980er Jahren durch Konferenzen zur Aufrüstungsdebatte die sicherheitspolitische Debatte. In den 2000ern war die Hermann Ehlers Akademie Gründungsmitglied des „Netzwerks Politische Bildung in der Bundeswehr“. Das durch Bundeszentrale für politische Bildung und Zentrum für Innere Führung getragene Netzwerk umfasst alle Bildungsträger mit einem gesonderten Angebot für die Bundeswehr.

Auch heute setzt die Hermann Ehlers Akademie mit ihrem Angebot auf aktuellen Themen im Nexus von Bundeswehr und Gesellschaft. So setzen wir uns intensiv mit den Effekten der Nutzung von Social Media, Umgang mit Desinformation und der Stärkung demokratischer Resilienz auseinander und bringen diese in unsere Bildungsarbeit ein.

Unsere Angebote

Die Zusammenarbeit mit der Bundeswehr steht dabei auf zwei starken Säulen: Eine ist der ehrenamtlich getragene Gesprächskreis Sicherheitspolitik. Die andere Säule bildet unser hauptamtlich getragener Programmbereich HEAsecura.

Wir bieten so nicht nur Politische Bildung für Menschen und Akteure der Sicherheitspolitik an (HEASecura), sondern bieten die Möglichkeit für alle Interessierten sich mit Sicherheitspolitik auseinandersetzen zu können.

slide-up