Umgang mit Hass und Gewalt

 

Angriffe auf kommunale Funktions- und Mandatsträger nehmen zu. Das Bundeskriminalamt (BKA) registrierte für 2019 1451 solcher Taten, 2018 waren 1256 Fälle gezählt worden. Dabei geschehen diese Angriffe nicht immer im Verborgenen. Traurige prominente Fälle – wie der Mord des Kasseler Stadtpräsidenten Lübcke oder der Angriff auf die Kölner Bürgermeisterin Reker verdeutlichen dies. Diese Prominenten Fälle sollten jedoch nicht davon ablenken, dass verbale und physische Angriffe auf Mandatsträger zunehmen. Diese Entwicklung kann die Bereitschaft für die Übernahme eines kommunalen Mandats unterhöhlen und gefährdet so die Demokratie.

Die Bundesregierung und auch die Landesregierungen haben hier Strafrahmen zur Ahndung entsprechender Vergehen erhöht. Gleichzeitig besteht Bedarf für Aufklärung wie präventiv entsprechenden Angriffen entgegengewirkt werden kann und wie Mandatsträger im Falle eines Angriffs damit umgehen können.

Doch nicht nur Politik ist gefragt. Neben vielen weiteren Akteuren setzen wir uns gegen Hass und Gewalt in Amt und Privatleben ein.

Unsere Angebote:

Weitere Hilfsangebote für und in Schleswig-Holstein

Starke Demokratie e.V.

Starke Demokratie e.V. ist ein 2020 gegründeter gemeinnütziger Verein. Er unterstützt Kommunalpolitikerinnen und -politiker, die potenziell von Hass und Gewalt bedroht sind, durch präventive Beratung, z. B. bei der Aufklärung zur Rechtslage bei Drohungen, „Shitstorms” u.ä.. Darüber hinaus macht der Verein Angebote zur Vernetzung, um Bedrohungen vorbeugen, begegnen und abwehren zu können. In seinen Workshops und auf der informativen website – www.starkedemokratie.de – bietet der Verein Empfehlungen für die Kommunikation in der digitalen und analogen Welt sowie Beratung bei Bedrohungen im persönlichen Umfeld. Gleichzeitig bietet Starke Demokratie ein Online-Forum für Betroffene.

HateAid

Die Ratgeber-Plattform HateAid bietet Betroffenen eine erste Anlaufstelle. Die Organisation begleitet Opfer von Hate Speech kostenlos und stellt ihnen u.a. eine Erstberatung zur Verfügung. In schwerwiegenden Fällen werden auch Therapeuten oder Anwälte hinzugezogen. HateAid möchte gegen potentielle Täterinnen und Täter vorgehen und übernimmt auch Gerichtskosten, um Betroffenen die Angst vor einem finanziellen Eigenrisiko zu nehmen. HateAid finanziert die Arbeit aus Spenden.

ZEBRA – Zentrum für Betroffene rechter Angriffe e.V.

ZEBRA berät als Verein Betroffene, Angehörige und Zeugen nach rassistischen, antisemitischen und anderen rechtsmotivierten Angriffen.
Wir leisten bei juristischen, finanziellen und psychosozialen Fragen Unterstützung. Das Angebot ist kostenlos, freiwillig und kann anonym in Anspruch genommen werden. Dafür ist keine Anzeige bei der Polizei notwendig.

Ihre Ansprechpartner

Jan Wilhelm Ahmling
Herr Jan Wilhelm Ahmling
Referent
Niemannsweg 78
24105 Kiel

Veranstaltungen

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