Demokratische Systeme stehen in vielen europäischen Ländern unter wachsendem Druck. Polarisierung, Vertrauensverlust in staatliche Institutionen, Desinformation und zunehmender Extremismus verändern politische Auseinandersetzungen und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Auch in Deutschland mehren sich Anzeichen dafür, dass demokratische Prozesse und Normen an Stabilität verlieren und politische Konflikte an Schärfe gewinnen.
Die Veranstaltung „Demokratie am Abdriften“ beleuchtet diese Entwicklungen aus unterschiedlichen Perspektiven.
- Prof. Dr. Wolfgang Schroeder (Universität Kassel) ordnet die aktuellen Entwicklungen aus politikwissenschaftlicher Sicht ein und analysiert strukturelle Veränderungen von Parteien, Institutionen und politischer Kultur.
- Tonia Mastrobuoni bringt als Journalistin eine europäische Perspektive in die Debatte ein und zeigt, wie die Entwicklungen in Deutschland im internationalen Kontext wahrgenommen und bewertet werden.
- Sophie Pojar verbindet in ihrer Arbeit wissenschaftliche Analyse mit praktischer Erfahrung im Bereich des Landeskriminalamtes Sachsen und eröffnet damit einen besonderen Blick auf aktuelle Herausforderungen durch Extremismus und Radikalisierung.
Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Faktoren das Abdriften demokratischer Strukturen begünstigen und welche Gegenstrategien möglich sind. Die Veranstaltung soll aufzeigen, welche politischen, gesellschaftlichen und institutionellen Antworten erforderlich sind, um demokratische Resilienz zu stärken und das Vertrauen in demokratische Prozesse langfristig zu sichern.
In Kooperation mit: Internationales Netzwerk für Populismusforschung (CAU Kiel)
Kosten
Beitrag pro Person: kostenlos