Krieg und Frieden – ein lange Geschichte
Anthropologisch ist der Mensch ein gewaltfähiges und -bereites Wesen. Sozio-politisch sind „Kriege“ gesellschaftlich organisierte Gewaltanwendungen, deren Verhinderung als „Frieden“ bezeichnet wird. In der Geschichte der Menschheit haben bislang weder „Krieg“ noch „Frieden“ ausschließlich geherrscht. Insofern haben sich beide kontinuierlich miteinander entwickelt. Im Seminar sollen diese historischen Linien nachgezeichnet werden, zum einen die Veränderungen des Kriegsbildes, zum anderen die Versuche, Frieden zu stabilisieren. Nach dem Verschwinden der Sowjetunion war der Optimismus groß, hinfort in eine nicht-kriegerische Zukunft einzutreten – als das „Ende der Geschichte“ (Francis Fukuyama). Dieser Optimismus ist verflogen, das 21. Jahrhundert scheint sich am 20. zu orientieren. Gleichwohl: Wird die lange Geschichte von „Krieg“ und „Frieden“ doch in diesem Jahrhundert beendet werden können?
Ablauf
• "Verstaatlichung" des Krieges
• Kriegsziel: "Sieg"
• Kalter Krieg - Ziel: "Sieglosigkeit"
• Kriegsvölkerrecht
• Humanitäres Völkerrecht
• Internationale Organisationen
• Terrorismus
• Hybride Kriegführung
• "Frieden" durch Koexistenz
• "Frieden" durch Abschreckung
• "Frieden" durch Abrüstung
• Reflexion eigener Erkenntnisse
• Gemeinsame Analyse des Erlernten
• Ausblick und Anwendungsbereiche
Kosten
Rahmendaten
- Referent: Dr. Ralf Bambach

