Können komplexe Gesellschaften im 21. Jahrhundert eine demokratische Identität stabilisieren?
„Demokratie“ – das ist eine lange Geschichte verschiedener Ausprägungen von „Volksherrschaft“: Von „Was ist Volk?“ bis „Was ist Herrschaft?“. Schließlich haben sich im 20. Jahrhundert relativ eng beieinander liegende Formen herauskristallisiert, die stabil und verallgemeinerungsfähig zu sein schienen. Im 21. Jahrhundert ist dieser Optimismus verflogen. Zum einen gibt es internationale Angriffe (Russland) bzw. Herausforderungen (Volksrepublik China), zum anderen (und viel wichtiger) interne Infragestellungen der überkommenen Demokratiemodelle. Neu ist, dass Angriffe, Herausforderungen und Infragestellungen sich nicht, wie im 20. Jahrhundert (Faschismus, Stalinismus), als ganz andere sozio-politische Organisationsformen, sondern als bessere, weil „illiberale“ Demokratieformen bezeichnen. Im Seminar sollen die Bedingungszusammenhänge dieser Entwicklungen analysiert und Chancen einer liberalen Demokratie ausgelotet werden.
Ablauf
• Die Entwicklung der Idee der Menschenrechte
• Gleichheit und Ungleichheit
• Entstehung der "demokratischen" Idee
• "Demokratie" und "Nationalstaat"
• "Demokratie" als sozio-politische Lebensform
• "Populismus" - Versuch einer Bestimmung
• Extremismus
• Klassische Medien (Druck, Funk, Film) und ihre politische Wirksamkeit
• Soziale Medien - eine unbewältigte Herausforderung
• Verschwörungserzählungen, "alternative Wahrheiten", "Fake News" ...
• Reflexion eigener Erkenntnisse
• Gemeinsame Analyse des Erlernten
• Ausblick und Anwendungsbereiche
Kosten
Rahmendaten
- Referent: Dr. Ralf Bambach

