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Ist das Gymnasium noch zu retten (18.04.2018)

Ist das Gymnasium noch zu retten? Das Gymnasium in Deutschland gleicht zunehmend einem Stück Schweizer Käse: gute Grundsubstanz, aber riesige Löcher. Latente Verunsicherung der Lehrerrolle hier, zunehmende Kenntnisarmut der Schüler da. Zyniker sagen: Wir verzweifeln schon an der bisherigen Heterogenität in den Klassen, vernachlässigen dabei aber die klugen Köpfe – und sollen jetzt auch noch mit Inklusionsschülern herumwerkeln. Die anspruchsvollste Schulform unserer Republik ist indes noch nicht ganz verloren. Allerdings müssten eine Reihe von Weichen umgelegt werden. Der Zugang zum Gymnasium muss eignungsadäquat neu justiert werden. Und die Lehrerweiterbildung sollte sich – vor dem Hintergrund einer Wiederbelichtung der Bildungsidee – wieder stärker an den empirischen Kriterien lernwirksamen Unterrichts orientieren. Aber auch die Basis dürfte deutlicher pädagogisches Gesicht zeigen: die zeitgeistige Selbstlerneuphorie überdenken, mehr Beurteilungsehrlichkeit wagen, größeres Feingefühl entwickeln. Michael Felten ist Gymnasiallehrer in Köln, Dozent an der PH Heidelberg und freier Schulentwicklungsberater; jüngste Veröffentlichungen: Auf die Lehrer kommt es an (³2013), Lernwirksam unterrichten (³2014), Lob der Unterrichtslenkung (2016); www.eltern-lehrer-fragen.de. Philologenverband Schleswig-Holstein e.V. Helmut Siegmon

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