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Zwischen Kaiser und König: Hamburg auf dem Weg zur Reichsstadt (bis 1768)

Vor 250 Jahren anerkannte Dänemark Hamburgs Reichsunmittelbarkeit. Hamburgs Weg zur anerkannten Reichsstadt verlief nicht geradlinig und dauerte, ganz anders als im Fall des Nachbarn Lübeck, mehrere Jahrhunderte lang. Was in einem allmählichen Ablösungsprozess von der stadtherrlich-holsteinischen Oberhoheit im 13. Jahrhundert begann und spätestens unter König Sigismund in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts auf der Seite des Reiches mit der Ansprache als Reichsstadt auf positiven Widerhall stieß, führte in der frühen Neuzeit zu langwierigen juristischen und auch machtpolitisch ausgetragenen Auseinandersetzungen.

Erst im Gottorfer Vergleich vom 27. Mai 1768 akzeptierte auch der dänische König Hamburg als Reichsstadt. In dieser langen Zeitspanne wechselten die Hamburger freilich mehrfach selbst ihre Meinung bezüglich der Reichsstandschaft.

Der bebilderte Vortrag stellt die relevante Ereignisgeschichte dar und geht insbesondere auf die verschiedenen Argumentationsstrategien der genannten Akteure ein und verdeutlicht damit, wie wandelbar und womöglich auch austauschbar diese Argumentation sein konnte.

Prof. Dr. Oliver Auge ist Professor am Lehrstuhl für Regionalgeschichte mit dem Schwerpunkt Schleswig-Holstein im Mittelalter und Früher Neuzeit an der CAU zu Kiel.