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Zur Lage in Syrien und dem Irak Zur Situation des IS und der Lage orientalischer Christen

Vor 10 Jahren begann der Bürgerkrieg in Syrien. In Folge der aufbrechenden Konflikte sowie der zunehmenden  Konfessionalisierung unterschiedlicher Kriegsparteien, wurde die islamische Organisation des sog. „Islamischen Staats“ (IS) 2014 gegründet. Die erzwungene Trennung verschiedener sunnitischer Stämme im ehemaligen Osmanischen Reich, ausgehend vom Sykes – Picots Abkommen 1916, bildete den chronologischen Ursprung für den inzwischen globalen Dschihad, innerhalb dessen der IS lediglich einen temporär beschränkten Zeitraum einnahm. Die Folgen waren und sind teils immer noch massive Vertreibungen indigener und ethnisch – religiöser Minderheiten wie z.B. assyrischer Christen oder Jesiden. Heute, im westlichen Kontext betrachtet, gilt der IS in Syrien und dem Nord-Irak zwar als geschlagen, aber nicht als besiegt. Aus der Sichtweise des Orientalen, mit Blick auf das Sykes – Picot Abkommen, spielte der IS lediglich eine Rolle
in einem seit über 100 Jahren tobenden Konflikt, welcher immer wieder neue Facetten und „IS Ableger“ erschaffen könnte.

Gemeinsam wollen wir mit unserem Gast, Simon Jacob, die Lage in Syrien und dem Nordirak diskutieren. Dabei soll die Rolle und Geschichte des IS dargestellt, gesellschaftliche und historische Zusammenhänge, die Lage lokaler ethnisch-religiöser Minderheiten, der Einfluss moderner Kommunikationsmittel, wie z.B. das exponentielle Wachstum sozialer Medien, zusammenhängend und ausgiebig diskutiert werden.

Simon Jacob ist Unternehmer, Nahostjournalist, Autor und setzt sich als Angehöriger der Syr.-Orth. Kirche, mit Hauptsitz in Syrien, für die Religionsfreiheit im Nahen Osten ein. Er war von 2013 – 2015 und von 2017- 2019 Vorsitzender des „Zentralrats Orientalischer Christen in Deutschland e.V. (ZOCD)“. Er ist zudem Vorsitzender des Vereins „Project Peacemaker e.V.“.