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Lateinamerika im 21. Jahrhundert

Anders als im Norden des Kontinents hat die Unabhängigkeitsbewegung in Lateinamerika weder zu staatlicher Einheit noch zu demokratischen Verhältnissen geführt, trotz relativ hoher  sprachlicher, religiöser und kultureller Homogenität. Der Traum Simon Bolívars - ein Spanisch sprechender Gesamtstaat - ging nicht in Erfüllung. Auffällig ist jedoch auch, dass es nur wenige zwischenstaatliche bewaffnete Konflikte gegeben hat, trotz der starken innenpolitischen Stellung des jeweiligen Militärs. Nach den „Verlorenen Dekaden“ in den 1960er bis 1980er Jahren, als die sich die Zeit der Diktaturen in das Gedächtnis Lateinamerikas eingebrannt haben, entwickelten sich, von Land zu Land unterschiedlich, demokratische und rechtsstaatliche Verhältnisse. Ein Hindernis für eine Verstetigung dieser Entwicklung ist der hohe Grad an Korruption und organisierter Kriminalität.

Das Seminar fragt nach den  Perspektiven des Kontinents und auch nach den Beziehungen zu Deutschland und Europa.