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18.08.2022

Die barocke Dreifaltigkeitskirche Krusendorf wurde im Dorf Krusendorf durch den Kirchenpatron, Geheimrat Joachim v. Brockdorff (1695-1763) auf Noer, 1733-37 als längsrechteckiger Ziegelbau als Ersatz für die mittelalterliche Kirche St. Catharinen am Jellenbek neu errichtet. Bis zur Einweihung des Nachfolgebaus 1737 diente die oberhalb der Ostsee gelegene Kirche St. Catharinen noch als Gottesdienstort, wurde dann abgebrochen. Die schöne einschiffige Kirche besitzt vorgemauerte Stützpfeiler, eine gewölbte Decke und wird im Innern harmonisch durch große Rundbogenfenster belichtet. Dreijochig mit Kreutgratgewölben. Kanzelaltar 1735 und Taufbecken 1736. 1868 erhielt die Kirche eine Marcussen-Orgel, die zum 150-jährigen Bestehen restauriert wurde. Nördlich am Kirchturm die Brockdorffsche Gruft des Bauherrenehepaares. Auf dem Friedhof ruhen gleich mehrere Persönlichkeiten der schleswig-holsteinischen Geschichte.

Bereits im 15. Jahrhundert entstand das adelige Gut Borghorst. Das traumhaft gelegene Herrenhaus Borghorst geht auf den Geheimrat Josias v. Qualen (1705-1775) und seine Gemahlin Elisabeth v. Qualen geb. Blome (1717-1783) zurück. Im jetzigen Bau stecken Reste des Vorgängerbaus. Die Anlage ist eingefasst in ein mittelalterliches Grabensystem. Ein zweigeschossiger Backstein-Breitbau mit Walmdach, kurzen Seitenflügeln und pilastergerahmtem dreiachsigen Mittelrisalit wurde 1742 errichtet. Durch ein pilasterflankiertes Rokoko-Sandsteinportal mit rocaillegerahmter Wappenkartusche der Erbauer gelangt man in die Halle. Wir besichtigen das eindrucksvolle, aufwendig restaurierte historische Herrenhaus. In Régence- und Rokokoformen präsentiert sich der bedeutende Gartensaal. 1825 wurde er mit französischen Bildtapeten ausgestattet, die die Abenteuer Telemachs auf der Insel der Calypso zeigen. Hier wird unsere Gruppe das Borghorster Schlemmerfrühstück ( - umfangreiches Frühstück mit kalten und warmen Speisen sowie Getränken in Form von Kaffee, Säften und Prosecco - ) einnehmen. Im Anschluss unternehmen wir einen Rundgang durch den Park mit zwei doppelreihigen Lindenalleen.

Am Nachmittag geht es weiter zum Schloss Noer. Das Herrenhaus stammt im Kern aus dem Anfang des 18. Jahrhunderts. Es wurde nach Brand im 20. Jahrhundert unter Benutzung der Umfassungsmauern rekonstruktiv wieder aufgebaut. Zweigeschossiger, 13achsiger Putzbau. Das Anwesen ist besonders verbunden mit Friedrich August Emil zu Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg, Prinz v. Noer (1800-1865), der ab 1838 Besitzer war. Nach dem Erlass des Offenen Briefes 1846 nahm er seinen Abschied aus dänischen Diensten und trat zwei Jahre später in die Provisorische Regierung in Kiel ein. Auch wurde er zum kommandierenden General der schleswig-holsteinischen Truppen berufen und befehligte bis 1850 die Armee. 1851 ging er ins Exil. 1864 ernannte ihn der österreichische Kaiser zum Fürsten v. Noer.

Die kleine Isarnhoe Destillerie, direkt am Schnellmarker Gehölz, hat sich zur Aufgabe gemacht, die vielfältigen Aromen der Früchte und Kräuter aus der Natur, den Gärten und Streuobstwiesen der Umgebung im Destillat zu erhalten. Die Bewahrung der Sortenvielfalt der landschaftstypischen     heimischen Natur- und Kulturpflanzen steht dabei im Mittelpunkt.