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Jüdisches Leben in Deutschland: Stolpern wir noch über Stolpersteine?

Die menschlichen Grausamkeiten, die der Holocaust mit dem Zweiten Weltkrieg über Deutschland, Europa und die Welt gebracht hat, sollten Lehre, Warnung und Abschreckung genug sein, damit sich derartige Ereignisse niemals wiederholen. Dennoch ist Antisemitismus in Europa gegenwärtig. In Deutschland wird bisweilen von einem „neu-deutschen” Antisemitismus gesprochen. Frank-Walter Steinmeier fordert angesichts des zunehmenden Antisemitismus in Deutschland mehr Zivilcourage. Mit Prof. Dr. Miriam Rürup möchten wir Perspektiven und Standpunkte kritisch beleuchten, wie unsere Gesellschaft das jüdische Leben in Deutschland wahr- und annimmt. Dabei ist zu hinterfragen, ob nicht ein gewisses Niveau an Selbstverständlichkeit und Routine in Gesellschaft und Politik das historische Bewusstsein manipuliert und damit Möglichkeiten für Antisemitismus öffnet: Sind wir noch ausreichend sensibilisiert?

Karin Prien, Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur in Schleswig-Holstein, spricht ein Grußwort.

Miriam Rürup ist Professorin an der Universität Hamburg und Direktorin des Instituts für die Geschichte der deutschen Juden, das 1966 eröffnet wurde und sich damit als erste Forschungseinrichtung in der Bundesrepublik ausschließlich der deutsch-jüdischen Geschichte widmet