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Jamaika im Echten Norden – Halbzeitbilanz und Perspektiven

In dem hochvolatilen, durch Fragmentierung und Erosion, Apathie und Protest geprägten Mehr- oder Vielparteiensystem der Gegenwart sind Dreierkoalitionen mittlerweile zur Normalität geworden. Das "Jamaika"-Bündnis in Schleswig-Holstein wurde hierzulande nach seinem mühsamen Zustandekommen im Sommer und erst recht nach dem Scheitern entsprechender Bemühungen auf Bundesebene im Herbst 2017 als Königsweg zur regierungspragmatischen Überwindung
politisch-programmatischer, vor allem aber auch politisch-kultureller Gräben zwischen "bürgerlichen" Parteien konservativ-liberaler Ausrichtung auf der einen und "alternativen" Kräften libertär-ökologischer Prägung auf der anderen Seite und als Zunftsmodell mit Strahlkraft weit über den "Echten Norden" hinaus stilisiert. Dr. Michael Ruck beleuchtet die strukturellen Voraussetzungen, grundsätzlichen Aspekte und praktischen Erfahrungen von "Jamaika" in Kiel nach einer halben Legislaturperiode und wagt einen Ausblick auf die zweite Etappe der schwarz-grün-gelben Regierung in Kiel.

Professor Michael Ruck ist mit den politisch-kulturellen Verhältnissen seines Heimatlandes seit jeher persönlich vertraut und als langjähriger Professor für Politikwissenschaft und Zeitgeschichte an der Europa-Universität Flensburg auch wissenschaftlich befasst.