02.09.2021

Im August 1946 – vor 75 Jahren – gründeten die Briten das Land Schleswig-Holstein und machten Kiel zur neuen Landeshauptstadt. Damit endete Schleswig-Holsteins Zugehörigkeit als Provinz zu Preußen, die mit der Annexion 1867 begonnen hatte. Bis dahin hatten die beiden Herzogtümer Schleswig und Holstein über Jahrhunderte eine Zwitterstellung zwischen Deutschland und Dänemark.

Wir befassen uns mit der Demokratisierung Schleswig-Holsteins im 19. und 20. Jahrhundert und besuchen die wichtigen Orte in Kiel wie z.B. den Landtag oder die Schauplätze des Kieler Matrosenaufstands. Ebenso besuchen wir die ehemalige Provinzhauptstadt Schleswig mit dem alten Herzogssitz Schloss Gottorf und ihrer Vorgängersiedlung Haithabu aus der Wikingerzeit sowie identitätsstiftende Orte für Dänen und Deutsche im Landesteil Schleswig, die in den nationalen Auseinandersetzungen des 19. Jahrhunderts eine wichtige Rolle spielten.

Eine Exkursion an die Westküste ins malerische Friedrichstadt, 1621 für holländische Religionsflüchtlinge gegründet, und in die ehemalige Bauernrepublik Dithmarschen zeigt uns weitere Facetten der reichhaltigen Landes- und Kulturgeschichte Schleswig-Holsteins.