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4. Mai 1945: Britische Truppen besetzen die Kriegsmarinestadt: 75 Jahre Kriegsende in Kiel

Nur wenig ist bis heute über die Abläufe des Geschehens im Mai 1945 bekannt, als die ersten britischen Soldaten Kiel und seinen Ostseehafen erreichten. Im Laufe eines Forschungsprojekts des Stadtarchivs Kiel zeigte sich, dass die Geschichte der Besetzung Kiels viel spannungsreicher und bedeutender ist, als anfangs erwartet.

Bei den ersten Besatzungssoldaten handelte es sich um eine Spezialeinheit, die wichtige militärische, wissenschaftliche und strategische Ziele - Gebäude, Konstruktionspläne und Personen - für die Briten sichern sollte.

Im April 1945 verdichteten sich Hinweise, dass auch die Sowjetunion ein Auge auf die eisfreien Häfen von Schleswig-Holstein und Dänemark geworfen hätte. Kiel bot zudem mit dem Kiel-Kanal einen schnellen Zugang zur Nordsee. So lassen sich erste Anzeichen zukünftiger machtpolitischer Spannungen erkennen, die im Kalten Krieg ihren Höhepunkt finden sollten.

Die britischen Besatzungstruppen sahen sich in Kiel aber auch einer Übermacht der aus dem Osten zurückströmenden bewaffneten deutschen Soldaten gegenüber. Das Chaos in der durch Flüchtlinge, Zwangsarbeiter und deutsche Soldaten überfüllten Stadt, der Mangel an den elementarsten Dingen für die Bevölkerung und der Zustand der zerstörten Stadt stellte sie vor unvorhergesehene Probleme.

Wir möchten an diesem Abend dem Kriegsende 1945 vor 75 Jahren in Kiel erinnern und laden Sie herzlich ein mit Stadthistorikern ins Gespräch zu gehen.

Jutta Briel, stellv. Leiterin Stadtarchiv Kiel) und die Historiker Renate Dopheide und Dr. Martin Rackwitz werden vor dem Hintergrund der Filmdokumentation "5 Tage im Mai. Wie der Zweite Weltkrieg in Kiel zu Ende ging" die gezeigten Ereignisse historisch einordnen und dabei auch zu den Bombenangriffen auf Kiel und zum Luftschutz referieren.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Deutsch-Britischen Forum statt.