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Geschichtsinteresse, Geschichtsverständnis und Geschichtsbild von Gerhard Stoltenberg

Gerhard Stoltenberg gehört zu den herausragenden Politikern der deutschen Nachkriegsgeschichte. Über den Ministerpräsidenten und Bundesminister scheint das Urteil klar konturiert: ein Symbol für Solidität und Kontinuität, Disziplin und Verlässlichkeit, Überzeugungen und analytische Sachlichkeit. Dass der Staatsmann promovierter, ja habilitierter Historiker war, bleibt in der öffentlichen Wahrnehmung häufig unterbelichtet. Auch die Geschichtswissenschaft hat sich mit seiner universitären Ausbildung und Laufbahn noch nicht vertiefend beschäftigt. Der 20. Todestag Gerhard Stoltenbergs am 23. November 2021 bietet einen willkommenen Anlass, diese Lücke der biografischen Forschung in einem Problemaufriss auszumessen. Welches Geschichtsinteresse und Geschichtsverständnis zeichnete Stoltenberg aus? Und welche Konsequenzen zog der Politiker aus dem Geschichtsbild des Historikers?

Prof. Dr. Ulrich Lappenküper, Studium der Geschichte, Politischen Wissenschaften, Mathematik und Erziehungswissenschaften in Münster und Bonn, ist Geschäftsführer und Vorstand der Otto-von-Bismarck-Stiftung Friedrichsruh und apl. Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Helmut-Schmidt-Universität der Bundeswehr in Hamburg.