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15.06.2019

Ein Tag im Residenzensemble Schwerin

Als "Fenster in die Hofhaltung des 19. Jahrhunderts" wird das Stadtbild der Innenstadt von Schwerin bezeichnet. Spuren der Herrschaftsgeschichte der Großherzöge, die vom Mittelalter bis in das frühe 20. Jahrhundert reicht, sind überall zu finden. Stationen des Tagesbesuches im nahezu vollständig erhaltenen "Kulturlandschaft des romantischen Historismus" sind das Schloss mit dem Schlossgarten, das Staatliche Museum und die Altstadt mit dem Dom sowie eine Schiffsrundfahrt auf dem Schweriner See.

Im Zentrum des Ensembles steht das überaus imposante Schloss Schwerin, mit den prachtvollen Wohn- und Festräumen, darunter Thronsaal und Ahnengalerie, dem  reichen plastischen und malerischen Dekor, ergänzt durch kunstvolle Intarsienfußböden. Das Schlossmuseum präsentiert auf drei Etagen kostbare Gemälde, Skulpturen und Kunsthandwerk vor allem aus dem 19. Jhdt.  Besondere Akzente setzen die Porzellansammlung mit Meißner und KPM-Stücken, die neu eingeweihte Silberkammer sowie die umfangreiche Kollektion fürstlicher Jagd- und Prunkwaffen.

Als eine der schönsten Barockanlagen Norddeutschlands gilt der Schlossgarten, der ursprünglich als Lustgarten nach französischem Vorbild angelegt war. Seit 1748 präsentiert er sich mit Alleen, Laubengängen, Blumenrabatten, Bosketts, Skulpturen und dem Kreuzkanal als eindrucksvolles Gartendenkmal im barocken Charakter. Nach Plänen von Lenné wurde er um die Mitte des 19. Jahrhunderts erweitert.

In prominenter Lage am Schweriner See liegt das Staatliche Museum Schwerin mit einer der hochrangigsten europäischen Sammlungen holländischer und flämischer Malerei des 17. bis 18. Jahrhunderts, u.a. Rubens, Rembrandt, Jan Brueghel d. Ä. und Frans Hals. Werke des 18. bis frühen 20. Jahrhunderts von Casper David Friedrich, Max Liebermann, Lovis Corinth und Franz von Stuck bereichern die Ausstellung. Das Museum besitzt die weltweit größte Sammlung des französischen Tiermalers Jean-Baptist Oudry sowie die deutschlandweit größte Kollektion von Werken Marcel Duchamps.

Mit fast 118 Metern überragt der Turm des mächtigen Doms die Gebäude der Innenstadt. Die dreischiffige gotische Basilika ist zudem das älteste erhaltene Bauwerk in Schwerin. Er gilt als eines der bedeutendsten norddeutschen Bauwerke dieses Baustils. Sehenswert im Innern sind unter anderem der Kreuzaltar von 1495, die Ladegast-Orgel und die historischen Grabmale.

Der Bereich um den Backsteindom wird als die "Altstadt" bezeichnet. Gewachsen seit dem Mittelalter, herrschen hier Fachwerkarchitektur und ein mittelalterliches Gassenbild vor. Um den Altstädtischen Markt schmiegen sich zudem Giebel- und Bürgerhäuser, das Rathaus im Stile der Tudor-Gotik und das imposante Säulengebäude.

Schiffsrundfahrten auf dem Schweriner See gehören seit 160 Jahren zu den Schweriner Traditionen. Auch heute noch fahren die Schiffe der Weißen Flotte die Strandpromenade mit ihren Villen in Zippendorf und die idyllische Naturschutzinsel Kaninchenwerder an.