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Der Vertrag von Versailles 1919 und seine Auswirkungen auf Schleswig-Holstein

Der Versailler Vertrag, dessen Unterzeichnung durch Deutschland unter Protest am 28. Juni 1919 – also vor 100 Jahren – erfolgte, brachte viele Veränderungen für Schleswig-Holstein mit sich. Seine Nordgrenze verschob sich durch die Grenzabstimmung vom Frühjahr 1920 deutlich nach Süden. Eine deutsche Minderheit in Dänemark entstand, die in
etwa doppelt so groß war wie die dänische in Deutschland. Die Tage der alten Flottenherrlichkeit waren vorbei; die auferlegte Abrüstung führte den Industrie- und Werftstandort Kiel in eine schwere Krise. Die strikte Beschränkung der Heeresstärke auf nur 100.000 Mann rief den Widerstand in den Reihen der Bewaffneten hervor, die nun aus der Armee entlassen zu werden drohten. Dies belastete das politische Klima in der jungen Republik und führte unter anderem zum Kapp-Putsch, der in Kiel besonders heftig ausgetragen wurde. Der bebilderte Vortrag gibt einen Überblick über die wesentlichen Auswirkungen des Versailler Vertrages auf die Geschichte Schleswig-Holsteins in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg.

Prof. Dr. Oliver Auge ist seit 2009 Inhaber der Professur für Regionalgeschichte mit Schwerpunkt Schleswig-Holstein an der CAU zu Kiel. Seit einigen Jahren ist er Mitglied des Gesprächskreises "Geschichte, Kunst und Kultur" der Hermann Ehlers Akademie. Er legte zahlreiche Veröffentlichungen zur schleswig-holsteinischen Landes- und Regionalgeschichte vor, so unter anderem 2017 eine Stadtgeschichte Kiels und, gemeinsam mit Katja Hillebrand, eine Geschichte der
Klöster in Schleswig-Holstein bis zur Reformation. 2019 erscheint unter seiner Herausgeberschaft ein Band zur Burgengeschichte Schleswig-Holsteins.