Wie sprechen die Norddeutschen?

Seit etwa drei Jahrzehnten finden in allen Teilen Norddeutschlands grundlegende Sprachveränderungen statt. Der Gebrauch des Plattdeutschen geht stark zurück, zugleich hat sich eine norddeutsch geprägte Alltagssprache verbreitet, die je nach Region unterschiedliche Merkmale aufzuweisen scheint (zum Beispiel hat sich in Brandenburg Berlinisch als regionale Umgangssprache seit längerer Zeit etabliert). Über den Verlauf und den aktuellen Stand dieser Entwicklungen ist bislang wenig bekannt.

Sprachwissenschaftler von sechs Universitäten des norddeutschen Raumes haben sich daher zur Durchführung des Projektes „Sprachvariation in Norddeutschland” (SiN) zusammengefunden. Dieses Projekt, welches der Referent im Rahmen seines Vortrags vorstellt, wird eine umfassende Bestandsaufnahme zum alltäglichen Sprachgebrauch in den Regionen Norddeutschlands geben.

Prof. Dr. Michael Elmentaler ist Professor am Institut für Deutsche Sprachwissenschaft mit dem Schwerpunkt niederdeutsche Sprache und Literatur an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und nimmt für die Universität an dem SiN-Verbundprojekt teil.