30.10.2017

Im Jahre 1523 wurde Herzog Friedrich zum dänischen König ausgerufen und empfing die Huldigung der schleswig-holsteinischen Stände. Unter seiner Herrschaft traten lutherisch beeinflusste Geistliche wie Hermann Tast in Husum auf und wirkten unter Nutzung der von König Friedrich gewährten Gewissensfreiheit. Friedrichs Sohn Christian, der als Christian III. 1533 den Thron bestieg, setzte den Protestantismus in Schleswig-Holstein und Dänemark konsequent durch. Die Lutheraner profitierten von Missständen in der Kirche wie Ablasshandel, Reliquienkult oder Lasterhaftigkeit in den Klöstern. Christian III. holte Johann Bugenhagen, einen erfahrenen Kirchenmann, der die neuen Kirchenordnungen für Dänemark und für Schleswig-Holstein formuliert hat, die 1542 auf dem Landtag zu Rendsburg beschlossen wurden. Die Reformation kam auch der höheren Schulbildung zu gute. Die Lateinschule im Kloster Bordesholm wurde zur Keimzelle der Kieler Universität, die im Jahre 1665 als letzte protestantische Universitätsgründung auf deutschem Boden eingeweiht wurde.

Mit der Reformation wurden die Klöster säkularisiert. Die unter der Kontrolle des schleswig-holsteinischen Adels stehenden Nonnenklöster Schleswig, Preetz, Uetersen und Itzehoe jedoch wurden in adelige Damenstifte überführt.