Potsdamer Schlösser und Gärten: Vom Stadtschloss bis Cecilienhof

Moritz von Nassau-Siegen den brandenburgischen Kurfürsten Friedrich Wilhelm 1664 an. Der Statthalter der Hohenzollern in Kleve meinte Potsdam und er fand Gehör: Friedrich Wilhelm machte die kleine Havelstadt zu seiner Neben- und Sommerresidenz, baute als erster Hohenzollernfürst dort ein Schloss.

Eine Initialzündung: Von nun an konnte kein Hohenzoller von Potsdam lassen – die südlich anmutende Havellandschaft schlug alle preußischen Herrscher in ihren Bann. Über zwei Jahrhunderte hinweg entstand ein Kranz von Schlössern und Gärten um die Stadt – darunter so berühmte Anlagen wie Sanssouci und Charlottenhof. Die Hohenzollern schufen eine gelungene Verbindung von Architektur und Landschaft; auf ihre Weise so einzigartig, dass die UNESCO die „Potsdamer Kulturlandschaft” 1991 in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen hat.

Dr. Stefan Vöhringer ist Politikwissenschaftler, Kunsthistoriker und Programmverantwortlicher Studienleiter der Hermann Ehlers Akademie. Zuvor war er unter anderem Mitarbeiter der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten. Seine Dissertation hat er über den preußischen König Friedrich Wilhelm IV. und dessen Kunstpolitik verfasst.