Personalisierte Medizin: Auftrag und Umsetzung zum Nutzen des Menschen

„Personalisierte Medizin” – nur ein Schlagwort oder gewünschte, vielleicht sogar gelebte Wirklichkeit? Die „Personalisierte Medizin” hat in vielen Bereichen der Medizin Einzug gehalten – doch teilweise ist sie mehr Wunschdenken als umsetzbare Realität. Die sinnvolle Idee, die ihr zugrunde liegt, nämlich Patienten für ihre individuelle Diagnose die richtige Medizin in der richtigen Dosierung anzubieten, schmälert das allerdings nicht.

In manchen Bereichen der Medizin wird dieser Ansatz auch schon konkret umgesetzt, z. B. in der Krebsmedizin: Hier nutzen Ärzte sogenannte Biomarker des Tumors, um eine auf den Tumor zugeschnittene Therapie zu entwickeln. Im Falle der Leukämie setzen Mediziner genetische Fingerabdrücke für eine präzisere Behandlung ein.

Martin Schrappe ist Professor für Allgemeine Pädiatrie und Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin I des Universitäts- klinikums Schleswig-Holstein.