Nach dem Brexit: Die ökonomischen Folgen für Europa

Die Europäische Union ist im Krisenmodus. Der geplante Austritt des Vereinigten Königreiches erschüttert nicht nur Großbritannien selbst, sondern auch die EU, die unter massivem Anpassungs- und Reformdruck steht. Ist „mehr Europa" die Lösung, also mehr Zentralisierung, weniger Nationalstaatsdenken und disziplinierende Mitgliedschaft in der Euro-Zone für alle EU-Mitglieder? Oder gar das Gegenteil: mehr Dezentralisierung, mehr Subsidiarität und Revitalisierung der Nationalstaaten und sogar der nationalen Währungen? Soll die EU einen „harten" Brexit verhandeln, der Großbritannien „bestrafen" und andere EU-Mitglieder vom Exit abschrecken soll? Oder eher einen „weichen", der die Kooperation auch nach dem Austritt präferiert?

Letztlich geht es um die Frage nach der Zukunftsfähigkeit der EU-Institutionen und um deren internationale Wettbewerbsfähigkeit.

Prof. Dr. Wolf Schäfer ist Co-Direktor des Institute for European Integration im Europa-Kolleg der Universität Hamburg, ehemaliger Inhaber des Lehrstuhls für Theoretische Volkswirtschaftslehre und Vizepräsident der Helmut Schmidt-Universität Hamburg sowie Vorsitzender der Friedrich August von Hayek-Gesellschaft.