Kants Theorie des Schönen und wie man sie weiter entwickeln könnte

Gegenüber der von Platon inspirierten traditionellen Auffassung des Schönen stellte Kants Theorie des Schönen eine revolutionäre Neuerung dar. Allerdings ist sie recht kompliziert und stellt ihre Interpreten vor große – bis heute nicht völlig ausgeräumte – Schwierigkeiten. Der Vortrag schlägt daher zunächst eine Interpretation vor, die diesen Schwierigkeiten gerecht wird. Dabei wird sich zeigen, dass Kants Theorie in entscheidenden Punkten nicht überzeugen kann. Um dieser Schwäche Kants zu begegnen, entwickelt der Vortrag eine eigene, auf Kant aufbauende, Theorie des Schönen. Eine entscheidende Rolle kommt dabei – wie bei Kant – dem Begriff des Spiels zu.

Gerhard Seel ist emeritierter Professor am Institut für Philosophie der Universität Bern.