Gemeinschaftsschulen zwischen Anspruch und Wirklichkeit

In Schleswig-Holstein mussten sich gemäß Beschluss der Großen Koalition ab 2007 alle Haupt- und Realschulen in Gemeinschafts- oder Regionalschulen umwandeln. Dabei kam es häufig zu Fusionen beider Schularten. Die Gesamtschulen wurden zu Gemeinschaftsschulen mit Oberstufe.

Durch Beschluss der „Küstenkoalition” 2012 erfolgte dann die Umwandlung der bestehenden Regionalschulen zu Gemeinschaftsschulen. Bis heute wurden 18 weitere Oberstufen an Gemeinschaftsschulen genehmigt.

Die Gemeinschaftsschulen sollten gesellschaftliche Grenzen überbrücken und Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit schaffen. Sind diese Ziele erreicht? Wie sieht die Wirklichkeit aus?

Grete Rhenius studierte Geschichte und Geographie an der Universität Münster und unterrichtete mehr als 35 Jahre als
Realschullehrerin in Lübeck. Seit 2007 ist sie Landesvorsitzende der Interessenvertretung der Lehrkräfte in Schleswig-Holstein.