26.08.2017

Das zu den bedeutendsten Schlossensembles Europas zählende Glücksburg wurde 1582-87 im Auftrag Herzog Johann (Hans) des Jüngeren in reizvoller Lage aus dem Wasser aufsteigend errichtet. Baumaterialien des ehemaligen Rudeklosters fanden Verwendung. Bau- und landesgeschichtlich vermittelt die Anlage spannende Verbindungen mehrerer Linien des Hauses Schleswig-Holstein. Das jüngere Haus Glücksburg stellte mit König Christian IX. von Dänemark den Schwiegervater Europas. Heute wird der familiäre Charakter des Schlosses durch die Stiftung bewahrt und engagiert von der herzoglichen Familie und ihren Mitarbeitern gepflegt. Die romanische Kirche von Munkbrarup entstand um 1200 als Granitquaderbau hoher Qualität und wurde St. Laurentius geweiht. Sie weist ein kurzes und ungewöhnlich breites Kirchenschiff auf. In der Spätgotik brach man die Apsis ab und baute Turm und Vorhaus an. Nachdem 1565 die Kirche durch Blitzschlag abbrannte, ließ Herzog Hans der Jüngere sie 1582 durch die Baumeister seiner Schlösser Glücksburg und Sonderburg wiederherstellen. Dem Herzog war nach Auflösung des Rudeklosters das Patronatsrecht zugefallen.