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Der dichtende Patriot: Gabriele D’Annunzio

Heute vor 80 Jahren verstarb im „Il Vittoriale” am Gardasee Gabriele D’Annunzio, Principe di Montonevosa, Oberst a.D., Präsident der Italienischen Akademie, skandalumwitterter Schöngeist. Als prägende und singuläre Erscheinung seiner Zeit zog dieser bizarre Egomane die Aufmerksamkeit nicht nur Italiens, sondern der Welt auf sich. Er war Dichter, Erotomane, Soldat, Nationalist und Demagoge – ein überragender Vertreter der Neuromantik und Dekadenzdichtung Italiens, ein schillernder Ästhet, der seine Zeitgenossen faszinierte und starken Einfluss auf die geistigen und politischen Strömungen Italiens hatte.

Dr. Detlef Bielefeld studierte Jura, Musikwissenschaft und Geschichte in Köln und Genf. Nach Beendigung seines Berufslebens widmet er sich weiterhin seinen Bildungsprojekten „Kultur im Gespräch” und „Brennpunkte der Kulturgeschichte” und ist als freiberuflicher Musikrezensent für die „Kieler Nachrichten”, den sh:z sowie verschiedene Fachzeitschriften tätig.