Das Wunderbare im Alltäglichen entdecken – zu Leben und Werk von Matthias Claudius

Vor 275 Jahren wurde Matthias Claudius in Reinfeld als Pastorensohn geboren. Unsterblich ist er durch sein Abendlied „Der Mond ist aufgegangen”. Als Redakteur des Wandsbeker Boten verkehrte er mit den literarischen Größen seiner Zeit. Alle möglichen Familienereignisse und die einfachen Dinge des Lebens brachte er ins Gedicht. „Meine Schriftstellerei ist Realität bei mir, sonst hols der Teufel.” Humorvoll und streitbar nahm er Stellung zu den Fragen seiner Zeit – als bewusster Christ und Laientheologe. Den Krieg verurteilte er ein Leben lang und setzte sich mit der Realität des Sterbens auseinander, Freund Hain, dem Sensenmann, widmete er seine Werke. 1815 starb er in Hamburg. In diesem Vortrag werden die Stationen seines Lebens und Wirkens nachgezeichnet.

Prof. Dr. Hans-Jürgen Benedict, 1991–2006 Professor für diakonische Theologie an der Evangelischen Hochschule für Soziale Arbeit und Diakonie des Rauhen Hauses in Hamburg.