Die Gottorfer als Fürstbischöfe von Lübeck
Seminar
Das neuzeitliche Schleswig-Holstein ist mit seiner territorialen Zersplitterung ein Spiegel der Situation im Heiligen Römischen Reich deutscher Nation. Eine der Ursachen dafür ist darin gegeben, dass geistliche Fürsten zugleich territoriale Herrscher waren. So war der Bischof von Lübeck als Fürstbischof Herr über einen zerstreuten territorialen Besitz, dessen Mittelpunkt Eutin wurde mit dem Schloss als sichtbarem Ausdruck der Landesherrschaft. Ab 1586 stellte das Gottorfer Herzoghaus die Fürstbischöfe und setzte zunächst seine jüngeren Söhne in dieses Amt ein. Ab 1705 wurde das Bischofsamt in der Primogenitur weitergegeben. Es war quasi eine eigene, jüngere Gottorfer Linie entstanden. Das Tagesseminar beleuchtet in Vorträgen und Führungen ein Kapitel schleswig-holsteinischer Geschichte, über das sich auch deutsche Territorialgeschichte erschließt.
- Vortrag: „Die Gottorfer als Fürstbischöfe von Lübeck“
- Führung: „Schloss Eutin – Residenz der Fürstbischöfe von Lübeck“
- Lunch in der Eutiner Schlossküche
- Stadtführung „Eutin – Weimar des Nordens“
- Gottorf und das Zarenreich – bibliophile Kostbarkeiten der Eutiner Landesbibliothek
Teilnehmerbeitrag: 45 € (inkl. Eintritt, Führung, Mittagessen)
Dr. Volker Matthée